Aktueller Wissenstand

Corona Virus / Corvid-19 / SARS-CoV-2.
Warum gibt es verschiedene Namen?

SARS ist die Abkürzung für eine Krankheit, die einer Lungenentzündung ähnelt. 2003 wurde sie zu einer Epidemie (schweres akutes respiratorische/Atemwegs-Syndrom). Auslöser sind Viren, die Coronaviren. Dies ist eine Virenfamilie, ähnlich wie der Influenzavirus, der in verschiedenen Varianten auftritt. Die 2019 aufgetretene Variante bezeichnet man als SARS-CoV-2 (vormals 2019-nCoV). Corvid (Corona related Virus Desease, Corona Virus bezogene Seuche)

Die vom Virus erzeugte Krankheit bezeichnet man mittlerweile überwiegend als Corvid-19. Die Krankheit wurde als erstes in der der chinesischen Region Whuhan identifiziert. Erst nach einiger Zeit und mehr Erkenntnissen hat die WHO den vorläufigen Nahmen entsprechend angepasst.

Wie wird die Krankheit übertragen?

Die überwiegende Mehrheit der Ansteckungswege die untersucht wurden, entstand durch eine Tröpfchen Infektion, ähnlich wie beim Schnupfen. Weitere Übertragungswegen werden nach wie vor untersucht, scheinen aber für das Epedemiegeschehen keine wesentliche Rolle zu spielen. Die Ergebnisse werden vom RKI regelmäßig zusammengefasst. Aktuell  kann man folgendes annehmen:

  • Tröpfchen Infektionen im unmittelbaren Kontakt mit Infizierten sind der wesentliche Übertragungsweg
  • Viren in der Luft verschwinden in kürzester Zeit
  • Schmierinfektionen, also die Übertragung durch die eigene Hand, z.B. nach einen Toilettengang, sind theoretisch denkbar, sind aber derzeit nicht wissenschaftlich begründet
  • Die Übertragung durch Oberflächen ist ebenso denkbar. Untersuchungen bei der älteren Corona Variante, sowie auch bei der aktuellen Form zeigen eine 1-3 Tage andauernde Überlebensfähigkeit auf Materialien wie Kunststoff oder Stahl, eine kürze Überlebensfähigkeit auf Materialien wie Kartons. Dies spricht aber nicht dafür, das die Wiederaufnahme der Keime und eine Ansteckung möglich ist.
WIe kann ich mich schützen? WIe ist es mit Desinfektionsmittel?

Wer sich schützt, schützt auch andere! Das ist der wichtigste Grundgedanke. Als Verhaltensregel ist folgendes zu empfehlen:

  1. ACHTEN Sie auf Ihre Mitmenschen
  2. HALTEN Sie Abstand zu Anderen
  3. WASCHEN Sie Ihre Hände häufig
  4. HUSTEN Sie in Ihre Armbeuge
  5. BERÜHREN Sie Ihr Gesicht nicht

Wichtig ist auch zu verstehen, das Atemmasken nur sehr eingeschränkt helfen und dieses aber im medizinischen Bereich dringend benötigt wird.

Bei der Desinfektion ist allgemein bekannt, das hier aktuell Lieferengpässe bestehen. Das ist aber kein Grund zur Beunruhigung. Im normalen Privathaushalt reicht das häufige waschen mit normaler Haushaltseife (am besten flüssig, aber auch am Stück) völlig ausreichend! Der Grund dafür ist ganz einfach: Coronaviren gehören zu den Viren mit einer Hülle. Diese besteht aus Lipiden, das sind Fette. Seifen sind sehr gute Fettlöser und können sowohl diese Viren von Oberflächen abwaschen, aber auch die Hüllen der Coronaviren platzen lassen. Das ist auch der Grund warum das Rober Koch Institut Händewaschen mit Seife ausreichend betrachtet. Eine übertriebene Desinfektion in Haushalten birgt auch nicht zu unterschätzende Gefahren, denn die verwendeten Substanzen zu Desinfektion ist Biozid, schaden also der Umwelt, sie können Hautreizungen und Allergien auslösen und das natürliche Umfeld aus dem Gleichgewicht bringen. Desinfektionsmitell und Atemschutzmasken werden aber im professionellen medizinisch/pflegerischen Bereich dringend benötigt und dort auch zuverlässig und richtig angewandt.

https://www.infektionsschutz.de/haendewaschen/

 

Hilft Flächendesinfektion?
Zu unterscheiden sind normale Privathaushalte und medizinisches/klinisches Umfeld. Im normalen Privathaushalt sehen die Experten keine Vorteile durch Flächendesinfektion, also dem Behandeln von Oberflächen durch Desinfektionsmittel. Im Gegenteil, die Mittel können vor allem bei nicht Sachgemäßer Anwendung Reizungen erzeugen und das natürliche Milieu zerstören und so zusätzliche Belastungen darstellen. Aktuell wird noch untersucht, inwieweit der Virus auf Oberflächen überleben kann. Grundsätzlich sehen die Experten nach dem aktuellen Wissenstands die Übertragung in überwältigender Mehrheit durch Tröpfcheninfektionen. Auch wenn Studien darauf hinweisen, das der Virus auf Oberflächen wie Kunsstoff oder Stahl längerezeit Überlebensfähig ist, sehen Experten das noch nicht als Hinweis ob Menschen sich auf diesem Weg infizieren können. Im normalen Privathaushalt wird daher nicht zu Flächendesinfektionen geraten. Einenormale gründliche Reinigung ist völlig ausreichen. Wichtiger sind Handhygiene, vermeiden von Hand-Gesicht-Bewegungen, Abstand halten und beim Niesen und Husten die Armbeuge oder ein sauberes Taschentuch zu nutzen. Zu beachten ist auch die zusätzliche Umweltbelastung die damit einhergehen würde.
Kann ich mich impfen?

Aktuell steht kein Impfmittel zur Verfügung. Diverse Impfmittel sind aber in der Vorbereitung. Wann diese vorraussichtlich zur Verfügung stehen ist aktuell noch nicht zu sagen.

Für Menschen ab 60 wurde unter anderem von Jens Spahn eine Pneumokokken Impfung empfohlen. Diese Empfehlung wurde aber bereits von der zuständigen Impfkommission angepasst. Pneumokokken sind Bakterien, die ebenso wie Corona unter anderem eine schwere Lungenentzündung auslösen können. Die Impfung soll eine doppeltinfektion vermeiden helfen. Die aktuelle Empfehlung lautet nun folgendermaßen (Stand 13.03.2020, Quelle RKI)

Pneumovax® 23 und Prevenar® 13

Bis auf weiteres sind beide Pneumokokkenimpfstoffe nur eingeschränkt lieferbar.

Um besonders vulnerable Personengruppen möglichst effektiv und entsprechend ihrem Risiko zu schützen, soll wie folgt vorgegangen werden:

Prevenar®13 soll ausschließlich für die Grundimmunisierung im Säuglingsalter bis zu einem Alter von 2 Jahren verwendet werden. Sollte Prevenar®13 nicht verfügbar sein, kann auf Synflorix® (10-valenter Pneumokokkenkonjugatimpfstoff) ausgewichen werden.

Pneumovax® 23 soll prioritär für folgende Personengruppen verwendet werden:

  • Patienten mit Immundefizienz
  • Senioren ab dem Alter von 70 Jahren
  • Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen

Auch bei Wiederverfügbarkeit der Impfstoffe sollten Pneumokokken-Impfungen ausschließlich dem Personenkreis vorbehalten bleiben, der in den gültigen Impfempfehlungen der STIKO benannt ist (die aktuellen STIKO-Empfehlungen finden Sie hier: www.rki.de/stiko-empfehlungen).

Temporäre Lieferprobleme

Die aktuelle Lage bringt in der gesamten Lieferkette bei einige Lieferschwierigkeiten bei einigen Produkten mit sich. Da aber schon diverse Schritte in die Wege geleitet wurden, gehen wir davon aus, dass sich die Lage wieder beruhigen wird. Sie erleichtern uns die Arbeit, wenn Sie die Lieferfähigkeit, z.B. per App oder E-Mail bei uns vorab anfragen. Dies gilt insbesondere für Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung, aber auch für einige Impfstoffe und Arzneien.

Bin ich infiziert?

Für eine Feststellung einer Infektion sind zuverlässige Test möglich. Diese müssen jedoch von Medizinern entnommen werden und im Labor analysiert werden. Ein Schnelltest ist aktuell nicht verfügbar.

Sollten ein Verdacht bestehen, Kontakt mit Reisenden aus den Risikogebieten bestanden haben oder sich Symptome gebildet haben, kann ein Test sinnvoll sein. Bei dem Besuch von Ihrem Hausarzt achten Sie bitte auf deren Regeln zur Kontaktaufnahme.

Tests sollten durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst durchgeführt werden. Diesen erreichen Sie über

Telefon 116117

https://www.116117.de/de/index.php

 

Online gibt es auch einen Test zur Selbstüberprüfung, diese finden Sie hier:

https://covapp.charite.de/

 

Ist es Grippe, Erkältung oder Corona/Corvid-19; Typische Symptome

Die Symptome von einer Infektion mit dem Coronavirus sind sehr ähnlich zu einer Grippe oder Erkältung. Häufig tauchen auch gar keine Symptome auf oder nur ageschwächte. Die WHO und andere Gesundheitsorganisatoren haben dazu umfangreiche Informationen zusammengestellt, zu dem was bislang bekannt ist. Die SZ hat dazu auch eine übersichtliche Grafik entwickelt, um die Unterschiede zu verdeutlichen. Diese finden Sie hier:

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/coronavirus-symptome-grippe-erkaeltung-1.4840985

 

Wo bekomme ich zuverlässige Informationen her? (LINKLISTE)

Die Lage ist aktuell sehr dynamisch, ausserdem sind viele flasche Vorstellungen und Gerüchte im Umlauf. Zuverlässige Informationen sind daher unerlässlich. Hier eine kleine Linkliste guter Informationsquellen:

Das Robert Koch Institut ist die primäre Informationsquelle. Hier werden auch alle aktuellen Studien und Informationen zusammegeführt:

Steckbrief "Corona"

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText1

Offizielle Bürgerinformationen:

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

Zusammenfassung des Bayerischen Ministerium für Gesundheit:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/faq.htm

Infektionsmonitor Bayern vom bayerischen Ministerium, hier findet sich auch die Allgemeinverfügung (Stichtwort Ausgangssperre):

https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/

 

Auch das Bundesministerium unterhält eine Seite mit aktuellen Informationen:

https://www.zusammengegencorona.de/

 

 


 
 

In Ansbach ist lokal das Gesundheitsamt zuständig und hier zu erreichen:

Landratsamt Ansbach
Gesundheitsamt
Crailsheimstraße 64
91522 Ansbach

Telefon: +49 981 468-7003

Fax: +49 981 468-7019

Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.


 Neben dem Robert Koch Institut (RKI) sind einige Virologen als Berater der Bundesregierung tätig. Aktuell aus der Presse bekannt ist zum Beispiel Prof. Dr. Christian Drosten (Leiter der Virologie an der Berliner Charité). Sie finden ein praktischen Podcast mit regelmäßig neuen Folgen beim NDR:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Coronavirus-Virologe-Drosten-im-NDR-Info-Podcast,podcastcoronavirus100.html

 

 

 

Stand: 22.03.2020

In diesem Artikel ergänzen wir künftig weitere Informationen.